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 Tassie

 
Tassie - oder das Ende der Welt
Oft als das Ende beschrieben, für viele sicherlich das Ende ihrer Tage auf dieser Welt.
Oft als letztes Refugium wilder Tiere und geheimnisvoller Wesen genannt, sicherlich für einige bittere Realität. 
Oft als dunkler Punkt in der Geschichte der zivilisierten Welt bezeichnet, für viele ein schwacher Trost. 
Oft als schönste und ruhigste Insel des Pazifiks gepriesen, für viele ein unerreichbarer Traum.
Denke ich an Tasmanien, so ist diese Liste durchaus erweiterbar:
Endlos, schön, wild, ursprünglich, natürlich, geschichts lastig, traurig, nass und geheimnisvoll - 
alles auf dieser einen Insel ... ?

Namen klingen an, wie:

Hobart - Hafenstadt in wunderschöner Lage, nette Men schen, ruhige und relaxte Atmosphäre.
Wineglass Bay - die Traumbucht schlechthin: weiß-grün-blau ihre Farben.
Port Arthur - Mahnwache kolonialer Sträflingsarchitektur, mit den dunklen Schächten und Zeller, 
ohne Licht, ohne Luft - sieben Jahre Haft waren sieben Jahre Hölle.
Cradle Mountain - der wohl schönste, schroffste und spektakulärste Gipfel Australiens, 
umrundet vom Overland Track, meist von Wolken geheimnisvoll verhüllt.
Gordon und Franklin Rivers - faszinierende Flüsse im immergrünen Westen der Insel, 
Schluchten und Regenwälder, Nebel und Tasmanische Tiger ...
Endlos die Liste.

Doch irgendwie ist nach meinem zweiten Aufenthalt, neben den tollen "Sehenswürdigkeiten", 
noch etwas anderes dazugekommen: Ich habe viel mit zugewanderten Tasmaniern geplaudert, 
einige Schriftsteller und Künstler getroffen, die hier unten leben und arbeiten, und ich bin nicht 
mehr so durch die Lande gerast, wie oft auf dem australischen Mainland.

Und so langsam wird mir bewusst, dass Tassie ein ganz spezieller Ort ist, mit vielen kleinen 
Nuancen, Facetten und Gesichtern. Und dabei sind der gute Wein, das milde Klima, 
die die frischesten Früchte, die urigen Pubs, die aufregenden Landschaften und der endlos 
blaue Himmel mit seiner kühlen arktischen Luft nur die Begleitmusik.

In Tassie lässt es sich nicht nur gut reisen, sondern auch verdammt gut leben.

Was ich hier nur andeuten kann, sollte jeder selber rausfinden.
 

Anregungen unter den Links.