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 Outback
 
Endlich, wir fahren ins Outback.

Doch das ist zunächst gar nicht so einfach, schließlich haben wir gerade mal die australischen Alpen 
verlassen und bis Broken Hill sind es noch gut 1.500 km. Da heißt es die Ruhe bewahren, wird schon werden. 
Unsere Reiseroute durch das rote Zentrum des Staates NSW:

Albury: Ziemlich belebte Stadt am Murray River, Grenzfluss zwischen NSW und Victoria; Vorteil ist das große Einkaufszentrum am Rande der Stadt, auch sonntags geöffnet; zur Feier des Tages gibt es Steak und Pilze, 
die zusammen mit einigen Bierchen am Murray River verspeist werden; der Fluss selbst ist ein geduldiger 
Begleiter, mit prächtigen Bäumen, Fischen und Seenlandschaften an seinem Rand.

Denilinquin: es wird flacher, Regen zieht über's Land, das geprägt ist von weiten Feldern, riesigen 
Reisanbaugebieten, endlosen, geraden Versorgungsstraßen und Highways, die nicht mehr enden werden.

Swan Hill/Mildura/Wentworth: einige der Städte am Murray River, der nunmehr gräulich-majestätisch 
Richtung Adelaide fließt und früher als Schifffahrtsweg von Baumwolldampfern genutzt wurde; friedlich und voller 
Anmut der Zusammenfluss von Darling und Murray River in Wentworth; für uns die letzte Nacht am großen Fluss.

Mungo National Park: Sand, Staub, Wellblech und endlich rote Erde soweit das Auge blicken kann; Regina 
pest durch den Busch, unser Campervan wird zum ersten Mal getestet und ist innerhalb von 1 Stunde endlos 
rot, drinnen allerdings auch; im entlegenen National Park verglühen bizarre Sanddünen in den letzten Strahlen 
der Sonne; wir campen im Busch unter den Sternen; endlos die Hitze, die Weite des Blicks wird von hüpfenden 
Roos und Emus entzückt.

Broken Hill/Silverton: die ehemaligen Minen der Gold- und Silberstadt werden von uns begutachtet, danach 
geht es in den Pub zum Steakessen; in Silverton werden Filme gedreht, Outback Szenerie pur, einige Künstler 
leben hier im roten Nichts, das in den Mungo Mungo Plains noch leerer wird: hier geht's nach Westen, nur noch 
der Sonne entgegen; Übernachtet wird zwischen Steinen, Sand und im Banne des Kreuz des Südens.

Mutawintji National Park: mal wieder durch den Sand in die Pampa; rote Schluch-
ten, verwinkelte Flussläufe, längst ausgetrocknet und tief eingeschnitten in die Haut dieses Landes; wir werden 
Zeugen eines gigantischen Spektakels, als zwei Adler in luftiger Hoehe Paarungskämpfe ausfechten; Aborigine-
malerei an Felswänden ziehen uns magisch an, wir klettern immer tiefer in dieses Land: "How old is this Country"...

White Cliffs: Opale bedeuten Löcher, in White Cliffs, wo bei rund 45 Grad 300 Leute danach suchen, sind knapp 
30.000 Löcher zu finden; wir reiten nochmals durch die Wüste, rotes Eisenoxid soweit das Auge blicken kann, 
aber auch in den Augen, im Mund, in der Nase, manchmal mit, manchmal ohne Fliegen.

Dubbo/Mudgee/Bathurst: Zeit das Auto zu säubern, nach 800 km Staubpisten und Geröll keine kurze Angelegen-
heit; hier im mittleren Westen sind die Bäume wieder grüner, die Flächen wieder hügeliger und das Obst wird in 
vielfältiger Form geerntet: Wein, Kirschen, Äpfel und so weiter; in Bathurst dann eine Begegnung mit einem 
Außerirdischen: ALDI Australia...

Zurück nach vier Wochen im Campervan, von Melbourne über die South East Coast, die Alpen, entlang des 
Murray River bis Broken Hill ins Outback, durch den Mittleren Westen bis in die Blue Mountains nach Sydney. 
Rund 4.000 km Strecke die nicht nacherzählbar sind, doch noch immer im Kopf weiterwirken. Und: es war nie 
langweilig, jeder Tag ein neues Ereignis, bis jetzt hat sich daran nichts geändert.

The best place to be is here.
And the best time to be here is now.
 

Bis denne.